Die Beweissicherung wird im Zuge größerer Baumaßnahmen oder bei geplanten spiezellen Gründungs- oder Verbaumaßnahmen durchgeführt, um den Bestand aufzunehmen (beispielsweise vorhandene Rissbildungen umliegender Häuser, etc.). Die Beweissicherung sollte immer von einem unabhängigen Ingenieurbüro durchgeführt werden.

Die Beweissicherung zur Vorbereitung eines Beweissicherungsverfahrens nach § 485 ZPO stellt in erster Linie ein Gutachten dar, welches als Grundlage für das oben eingeleitete Verfahren dient. Hier geht es meistens um Streitigkeiten zwischen Bauherren und Auftragnehmer, ob Mängel nach dem Stand der Technik bzw. nach den gültigen Vorschriften vorliegen oder nicht. Auch werden im Gutachten die voraussichtlichen Mangelbeseitigungskosten sowie evtl. Minderungen berechnet und dargelegt.0

Ein weiteres Tätigkeitsgebiet, das sich in letzter Zeit immer mehr abzeichnet, ist die Abnahme und Beweissicherung bei Mietwohnungen im Zuge eines Mieterwechsels.

Weitere Aufgabengebiete sind Begehungen und Abnahmen einzelner Gewerke bei Gebäuden (Einfamilienhäuser, Reihenhäuser, ect.).

Mittlerweile hat auch die unabhängige beratende Tätigkeit der Bauherren während der Bauphase erheblich zugenommen.